Trägerschaft & Projektorganisation

Träger der Erlebniswelt kriSTALL in der «Weibel Schiir» in Guttannen ist der Verein KriSTALL Guttannen. Betrieben und bewirtschaftet wird kriSTALL durch die Hotel Bären Guttannen AG. Für die Lancierung und Realisierung des Projekts wurde der Verein KriSTALL Guttannen gebildet:

  • Joseph Häfliger, Fachspezialist Kristalle, Präsident Verein KriSTALL Guttannen
  • Andreina Mark, Administration/Fundraising, Vizepräsidentin
  • Werner Schläppi, Gemeinde/Guttannen bewegt, Finanzen
  • Katharina Rufibach, Legat Kristalle, Beisitzerin
  • Otto Steiner, Fachspezialist Ausstellung, Beisitzer
  • Thomas Gasser, Gebäude/Parzelle/Bau, Beisitzer
  • Marianne Nägeli, Unterhalt Betrieb, Hotel Bären Guttannen AG

Für die Umsetzung des Projekts ist das Projektteam, aufgeteilt in Projekt-/Arbeitsgruppen verantwortlich:

  • Ausstellungskonzept: Otto Steiner, Steiner Sarnen
  • Administration: Andreina Mark, Andreina Mark GmbH
  • Fachliche Beratung Kristalle: Sepp Häfliger, Peter Amacher, Geo Uri GmbH
  • Audiovisuelles (Filme, Videos): Diego Schläppi, Menk Rufibach, Raphael Schläppi, Mera Film AG
  • Projektleitung: Thomas Gasser
  • Bauleitung: Hansruedi Ming
  • Einrichtung/Beleuchtung: Denise Weibel, konzeptwerk AG, Bettina Mark, Bettina Mark GmbH
  • Elektroplanung: Dres Huber
  • GU Innenausbau/Holz: Werner Schläppi, Rufibach & Schläppi AG

Stimmen

«Ein Strahler ist jemand, der Kristalle, als Mineralien, sucht. Er ist ein ganz gewöhnlicher Mensch, dem manchmal ein sechster Sinn angelastet wird. Das ist natürlich ein Märchen. Auch dass ein Strahler die Fähigkeit besitze, die Mineralien zu riechen ist Unsinn. Hingegen muss er einige Grundbegriffe der Mineralogie, Geologie und Meteorologie kennen. Weiterhin gehört dazu eine gute Beobachtungsgabe, Zähigkeit, Wille, Beharrlichkeit, bergsteigerisches Können und nicht zuletzt auch ein wenig Glück. Wenn der Strahler von der Leidenschaft gepackt wird, muss er bestrebt sein, dass er nicht an den andern [sic!] Schönheiten der Natur vorbeilebt und Blumen, Tiere oder einen herrlichen Sonnenaufgang in den Bergen unbeachtet lässt. Ich glaube, er muss ständig an sich arbeiten, damit er nicht starrköpfig nur für seine Leidenschaft lebt und Tag und Nacht von den Kristallen träumt. Faszination und Liebe gehören dazu; aber er muss lernen, so scheint es mir, die Grenzen zu erkennen.»

Aus Familiengeschichte Rufibach – Ein Strahlerleben, verfasst von Lara Rufibach, Tochter von Beat Rufibach und Enkelin von Ernst Rufibach, mit einem Auszug aus Ernst Rufibach, Freuden und Leiden im Leben eines Strahlers und Bergführers.
Eigenverlag, 2000.

Das Projekt KriSTALL Erlebniswelt geniesst eine breite Untersützung – nicht nur im Tal, sondern auch weit darüber hinaus. Lesen sie, was lokale und nationale Persönlichkeiten von unserer Arbeit halten.

Bergkristalle sind meine treuen Begleiter von Kindsbeinen an. Zwei meiner Onkel waren Strahler, mit denen ich oft unterwegs sein durfte. Noch heute habe ich immer einen Bergkristall in der Hosentasche. Als Glücksbringer mit einer unglaublichen Kraft erinnert er mich immer wieder daran, dass die Berge schon lange vor uns da waren und auch nach uns da sein werden.

Die Schweiz verfügt über wenige Bodenschätze. Eine Ausnahme sind die Millionen Jahre alten Bergkristalle.
Als Bundesrat habe ich hin und wieder Staatsgäste mit einem Kristall aus unseren Alpen beschenkt. Diese Geste trug zu einer Stärkung der Beziehungen und des gegenseitigen Verständnisses bei.

Die Suche nach den wertvollen Raritäten ist mit den Risiken des Hochgebirges verbunden. Diese Erfahrung musste auch die Familie Rufibach aus Guttannen machen, die Mitglieder und Bekannte beim Strahlen verloren hat. Ich habe grossen Respekt für ihren Entscheid, die ganze Familiensammlung in Guttannen zu erhalten und einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Selbstverständlich braucht es für die Realisierung dieses Projekts finanzielle Unterstützung – beteiligen Sie sich. Ich freue mich, wenn viele Menschen die Erlebnisausstellung in Guttannen besuchen, um dieses echt schweizerische Kulturgut aus nächster Nähe zu bewundern und kennenzulernen.

Adolf Ogi

Alt Bundesrat, Kandersteg

Der Traum vom Kristall

Bergauf und landab gibt es viele Kristallmuseen. Oder gab es viele Kristallmuseen. Und sie alle haben eine einzigartige Sammlung. Unter höchster Gefahr dem Berg abgerungen liegen die Kristalle dann da in rotem Samt und in Vitrinen. Dabei ranken so wunderschöne Geschichten rund um die Bergkristalle. Abenteuerliche. Erdgeschichtliche. Lokale Tragödien. Internationale Anerkennung. Wie jedes Thema durchstreift auch das Thema Kristall viele Aspekte des menschlichen Lebens und der Natur.

Das wollen wir im KriSTALL tun: Geschichten erzählen und Kristalle so traumhaft wie möglich in Szenen setzen. Wir vervielfachen den kleinen Stall, indem wir immer wieder neue Sichtweisen und Erzählformen entwickeln, welche die Gäste in unser Wissen über die Geologie und Geschichte mitnehmen. Aber vor allem wollen wir den Funken der Begeisterung zünden, der dieses Projekt beseelt.

Stellen Sie sich einen schwarzdunklen Raum vor. Sphärische Musik. Das Licht wandert über den Zinggenstock, löst sich in den von der Decke hängenden Kristallen auf und versinkt dabei unter Ihren Füssen in einer gewaltigen Auslegeordnung wertvoller Steine. Fünf rote Knöpfe leuchten auf und wollen gedrückt werden. Sie bestimmen die Themen und wählen die Story.

Wenn Sie nun mit Licht und Ton durch die Sammlung begleitet werden, entsteht eine von drei möglichen Varianten des gleichen Themas. Furios endet die Geschichte mit eindrücklichen Bildern vom Zinggenstock. Vielleicht wollen Sie danach dieselbe Geschichte aus einem anderen Gesichtswinkel betrachten? Oder Sie wählen ein anderes Thema.

Wir beginnen mit drei Storys aber irgendwann werden den Besuchenden viele Storys zur Verfügung stehen. Das kleine Museum wird wachsen. Nicht an Quadratmetern und Anzahl Kristallen, sondern an guten Storys und eindrücklichen Erzählformen. Die Zukunft gehört eindrücklichen, bewegenden, emotionalisierenden Erlebnissen.

Wir gehen mit KriSTALL Guttannen einen grossen Schritt in diese Richtung – helfen Sie uns dabei!

Otto Steiner

Erlebnisgestalter und Andersdenker, Sarnen

Die grosse Kristallsammlung der Familie Rufibach soll in einem Erlebnisrundgang im Gebäude «Weibel Schiir» erhalten bleiben. Das ist der Wunsch der Familie Rufibach.

Die Rufibach-Familiengeschichte als Strahler geht belegbar zurück bis ins Jahr 1719. Sie ist leider auch mit vielen Tragödien und Schicksalen belastet. Bei der Kristallsammlung Rufibach handelt es sich um ein einzigartiges Zeugnis der Zeitgeschichte von Guttannen und damit um ein Kulturgut.

Das Konzept des Erlebnisrundganges ist ein Gemeinschaftswerk vom schweizweit und international bekannten Ausstellungsmacher Otto Steiner, Steiner Sarnen Schweiz AG, und dem einheimischen
Fachspezialisten Joseph Häfliger aus Boden-Guttannen sowie des renommierten «Kristallhüter vom Gotthard» Peter Amacher aus Amsteg UR.

Werner Schläppi

Gemeindepräsident, Guttannen

Ich bin mit der Strahlerei in Guttannen, mit dem Erfolg und der Tragik für das Dorf, stark verbunden.

Zur bedeutenden Sammlung von Ernst Rufibach (1928–2022), welche als Ganzes erhalten ist, gehören Funde vom Zinggenstock und aus dem Grimselgebiet, welche international grosse Beachtung erhalten haben und Guttannen zum Zentrum der Kristall-Sucherei machen.

Viele Rauchquarz-Funde vom Zinggenstock sind weltweit einmalig und stellen ein kulturhistorisches Zeugnis dar, auf das Guttannen stolz ist. Die Rufibach-Sammlung hat Besuchende aus der ganzen Welt nach Guttannen gebracht. Viele Angebote von Sammlern hat Ernst Rufibach ausgeschlagen und so seine Sammlung vervollständigt.

Die Rufibach-Sammlung ist ein Juwel und in dieser Qualität unersetzbar. Die Bevölkerung von Guttannen – in den meisten Familien waren oder sind auch Kristallsucher – ist sich der Einmaligkeit und Chance bewusst, die Sammlung von Ernst Rufibach in Guttannen zu behalten und der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen.

Joseph Häfliger

Fachexperte Kristalle, Guttannen

Der Bergkristall, ein wertvolles Kulturgut bis heute

Schon vor 10’000 Jahren streiften die ersten Strahler durch unsere Alpen. Diese Steinzeitmenschen suchten Kristalle nicht der Schönheit wegen, sondern zum Herstellen von Pfeil- und Speerspitzen, Messern und Schabern. Als die römischen Legionen die Alpen überquerten, waren Bergkristalle eine beliebte Handelsbeziehungsweise Raubware. Die Römer schliffen die Kristalle vor allem zu Brenngläsern. Diese Lupen ermöglichten den Legionären, überall Feuer zu entfachen. In südlichen Ländern mit häufigem Sonnenschein war dies das ideale Feuerzeug. Geliefert haben solche Bergkristalle die Kristallsucher aus den kluftreichen Zonen der Alpen wie dem Grimselgebiet.

Im Mittelalter wurde der Höhepunkt der Kristallverarbeitung erreicht. Zahlreiche klare Bergkristalle wurden aus grossen Klüften geborgen und in Schleifereien bei Mailand zu Kelchen, Becher und Schalen verarbeitet. Solche Kristallhöhlen kann man heute noch im Grimselgebiet, der Göscheneralp und bei Wassen besuchen. Die Strahler aus Guttannen konnten zeitweise ihre Steuerabgaben an Bern mit solchen Kristallen als «Mailänderware», also erstklassigen Kristallen, begleichen.

Um ca. 1775 kam die Mineralogie als Wissenschaft auf und damit änderte sich auch der Umgang mit Kristallen. Immer öfter wurden gezielt schöne und interessante Bergkristalle und Mineralien gesammelt, die nicht mehr verarbeitet wurden. So füllten sich weltweit Museen auch mit Fundstücken unserer Alpen. Den Haslistrahlern, welche als Bergbauern ein karges Leben fristeten, bot sich so weiterhin ein guter Nebenverdienst durch die Strahlerei. Schweizweit entstanden auch private Mineralienausstellungen von Strahlern und Sammlern.

Einer davon, Ernst Rufibach, hat während Jahrzehnten eine repräsentative Sammlung mit Kristallen und anderen Mineralien der Region Haslital-Grimsel zusammengestellt. Heute ist sie weit über unsere Grenzen hinaus bekannt und als Kulturgut der Region hoch einzustufen.

Der Bergkristall ist immer derselbe geblieben, geändert hat sich in Tausenden von Jahren hingegen der Verwendungszweck. Was früher bei den Steinzeitmenschen lebensnotwendig war, erfreut uns heute beim Anblick und erhellt das Gemüt. Auch das brauchen wir, um gut leben zu können.

Peter Amacher

Fachexperte Kristalle, Geo Uri GmbH, Amsteg

Die Grimselwelt fasziniert durch ihre imposante Energielandschaft und begeistert Mineralien-Liebhabende schon seit Jahrzehnten. Die schönen, vielfältigen Bergkristalle wurden einst von der Grimsel bis nach Mailand exportiert. Während dem Bau der Kraftwerke wurde 1974 im Stollen zum Kraftwerk Grimsel 2 eine grosse Kristallkluft entdeckt, die heute ein nationales Naturdenkmal ist und auf den Kraftwerkstouren viele Besucherinnen und Besucher begeistert.

Kristalle und Grimsel – das passt zusammen und hat touristisches Potenzial. Aus Überzeugung unterstütze ich das Engagement und das Projekt KriSTALL.

Thomas Huber

Leiter Kommunikation und Interessengruppen, Kraftwerke Oberhasli AG/Grimselwelt

Mein berufliches Engagement und meine Liebe zur Grimselwelt sind zwar schon in die Jahre gekommen, aber noch lange nicht verstaubt.

Seit mehr als zehn Jahren erzählen wir hier in Guttannen Geschichten. Spielen Theater, machen Musik und verzaubern die alljährlichen Gäste unserer «Kulturreihe Bärenfrühling an der Grimsel» mit Kleinkunst.

Wir lieben, was wir tun und es braucht Herzblut – Geschichten wecken Emotionen.

Kultur findet statt. Und hier an der Grimsel strahlt und funkelt sie zumal, dass es eine glockenhelle Freude ist. Das passt prima zu den Kristallen.

Die Grimselwelt hat noch viele interessante und faszinierende Geschichten zu erzählen. Es macht mir viel Freude und ich unterstütze das Projekt KriSTALL mit Begeisterung.

Diese Erlebnisausstellung in Guttannen ist ein weiteres Stück Kulturgut unseres Landes. Eintauchen und geniessen. Hier funkelt es.

Susanne Vettiger

Verlegerin DU+ICH Verlag, Veranstalterin, Basel/Guttannen

Ein herzliches Dankeschön

Die Umsetzung der Erlebniswelt kriSTALL Guttannen ist dank unserer Partner, Gönner und Sponsoren möglich.
Herzlichen Dank für die Unterstützung!

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Unterstützen & Kontakt

Sie möchten die kriSTALL Erlebnisausstellung in Guttannen unterstützen?

Spendenkonto KriSTALL Guttannen, Raiffeisenbank Region Haslital-Brienz
IBAN: CH44 8080 8008 2610 2361 5

Verein KriSTALL Guttannen
Bären 151
3864 Guttannen

Gerne senden wir Ihnen auf Anfrage auch das Projektdossier zu. Kontaktieren Sie uns per E-Mail an post@kristall-guttannen.ch.

KriSTALL Guttannen ist ein gemeinnütziger Verein nach Art. 60 ff. ZGB.
Gemäss Verfügung der Steuerverwaltung des Kantons Bern betreffend die Befreiung von den Kantons- und Gemeindesteuern, der direkten Bundessteuer sowie der Erbschafts- und Schenkungssteuer vom 7. Juli 2025 können Spenden an den Verein KriSTALL Guttannen gemäss Art. 33a DBG und den kantonalen Steuergesetzen von den Steuern abgezogen werden.